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Jüdisches Museum Frankfurt
Die Tat als Bild: Fotografien aus dem Ghetto Łódź
Die 500 Farbdias der deutschen Ghettoverwaltung in Łódź befinden sich seit mehr als 35 Jahren im Besitz des Jüdischen Museums. Sie sind ein außergewöhnlicher und gleichzeitig schwieriger Bestand unserer Fotosammlung. Aufgenommen von einem Mitarbeiter der deutschen Ghettoverwaltung, sind die Dias eine einzigartige Quelle für die Geschichte des Ghettos. Die Fotos sollten die Überlegenheit der deutschen Besatzer demonstrieren, sind aber gleichzeitig Dokumente der Lebensverhältnisse im Ghetto.…
Unter Druck. Kulturinstitutionen zwischen Boykott und Kulturkampf
Boykott-Aufrufe und Kulturkampf-Strategien sind zwar entgegengesetzten politischen Lagern zuzuordnen, haben aber vieles gemeinsam: Sie schränken die Gestaltungsfreiheiten ein und intervenieren politisch in das Programm und Profil von Kultureinrichtungen, um diese in ihrem Sinne zu verändern. Was können Kulturinstitutionen tun, um dem entgegenzutreten? Welche Rahmenbedingungen benötigen sie, um weiterhin sichere Räume für diverse und herausfordernde Reflexionen zu bieten? Über diese und weitere…
Demokratische Bildung, jüdische Werte und humanistisches Ethos: Zur Jahrzeit von Micha Brumlik sel. A.
AUSGEBUCHT : Die Veranstaltung ist leider bereits ausgebucht. Wir freuen uns über das sehr große Interesse. Entgegen der ursprünglichen Ankündigung führt lediglich Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck durch den Abend und widmet sich Brumliks Schriften, Positionen und deren heutiger Bedeutung im Rahmen der ersten Jahrzeit seines Todes. Micha Brumlik (1947–2025) war nicht nur ein Mensch, der sich gerne und intensiv mit anderen Menschen stritt. Als Philosoph, Erziehungswissenschaftler und Publizist…
„Ich war Eva Diamant“
Mit 12 Jahren wurde Eva Szepesi 1945 aus Auschwitz befreit. In „Ich war Eva Diamant“ erzählt die heute 94-Jährige von ihrer Kindheit in Budapest, der Ausgrenzung als Jüdin, dem Verlust ihrer Familie und ihrem Überleben im Konzentrationslager. Die eindrucksvollen Illustrationen von Stephanie Lunkewitz eröffnen besonders jungen Menschen einen Zugang zu diesem schwierigen Thema. Die Veranstaltung für Familien mit Kindern ab 12 Jahren und Erwachsene verbindet Lesung und Gespräch mit Eva Szepesi und…
„Alles haben wir ertragen mit dem Gedanken an diesen Tag“
„Alles haben wir ertragen mit dem Gedanken an diesen Tag“ / Flucht- und Exilgeschichten jüdischer Fotografinnen Gisèle Freund entkam der nationalsozialistischen Verfolgung als Jüdin und politische Fotografin, indem sie von Frankfurt nach Paris und später weiter nach Argentinien floh. „… und alles haben wir ertragen mit dem Gedanken an diesen Tag“, so beschreibt sie in einem Reisejournal vom Juli 1941 die rettende Ankunft in Buenos Aires. Bereits in Paris baute sie sich ein Netzwerk auf, das ihr…
Denken ohne Geländer: Respekt
Wir leben in einer sich rapide verändernden Welt, die es zu verstehen gilt. Mit der von Hannah Arendt geprägten Wendung „Denken ohne Geländer“ lädt das Jüdische Museum Frankfurt zu einer Gesprächsreihe ein, die diese Veränderungen reflektiert und über ihre Bedeutung in unserem Zusammenleben nachdenkt. Die Gespräche finden in einer eigens geschaffenen Sitzskulptur von Tobias Rehberger statt. An diesem Abend begegnet Prof. Dr. Dr. Michel Friedman , der Gastgeber der Reihe, im Foyer des Lichtbaus…